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Unser Weg zum Familienstützpunkt

St. Anna in der Vorreiterrolle

Der Teuschnitzer Kindergarten ist auf dem Weg zum "Familienstützpunkt". Damit ist er die erste Kita im Landkreis, die diesen Weg einschlägt. Es handelt sich um ein Projekt der Caritas. "Familienstützpunkt ist eine Auszeichnung des Caritasverbandes und des Bamberger Erzbistums und versteht sich als Netzwerk für Eltern in katholischen Kindertagesstätten", erklärt Ulla Förtsch, Leiterin des Kindergartens St. Anna in Teuschnitz.

Auf einer Fortbildung erfuhren Ulla Förtsch und ihre Kollegin Linda Jungkunz von dem Projekt und waren sofort Feuer und Flamme. Ideen gab es viele. "Für die Vorschulkinder haben wir die Projekte 'Wasser' und 'Lesezeichen' ausgearbeitet und bieten eine Auszeit für Mütter in der Therme. Und mit den Senioren ist ein Gute-Laune-Frühstück geplant", verrät Ulla Förtsch einen Teil des Programms, das in diesem Jahr unter dem Motto "Miteinander, Füreinander - Gemeinschaft macht uns stark" umgesetzt wird.Der Teuschnitzer Kindergarten ist auf dem Weg zum "Familienstützpunkt". Damit ist er die erste Kita im Landkreis, die diesen Weg einschlägt. Es handelt sich um ein Projekt der Caritas. "Familienstützpunkt ist eine Auszeichnung des Caritasverbandes und des Bamberger Erzbistums und versteht sich als Netzwerk für Eltern in katholischen Kindertagesstätten", erklärt Ulla Förtsch, Leiterin des Kindergartens St. Anna in Teuschnitz.

Pfarrer Joachim Lindner ist vom Engagement im Kindergarten begeistert und freut sich, dass der Teuschnitzer Kindergarten die erste Einrichtung im Landkreis ist, die Familienstützpunkt wird. "Erzbischof Ludwig Schick legt Wert darauf, dass Kindergärten zu Familienstützpunkten umgestaltet werden und hat eigens dafür das Projekt ins Leben gerufen. Das ist ihm ein großes Anliegen, das auch vom Erzbischöflichen Fonds unterstützt wird", so Pfarrer Lindner. "Das Besondere in Teuschnitz ist, dass der 'Familienstützpunkt Kindergarten' neben dem Caritasprojekt 'In der Heimat Wohnen' verwirklicht wird", ergänzt Ulla Förtsch. Das freut wiederum Janet Januszewski. Sie ist die neue Projektleiterin von ,,In der Heimat wohnen'' und ist auf die Kooperation gespannt. "Isabella Ettlich hat mich in den vergangenen Wochen gut eingearbeitet und ich freue mich, dieses Projekt weiterzuführen", verrät die Frohnlacherin, die Soziale Arbeit an der Hochschule Coburg studiert hat. Für sie ist die Vernetzung der beiden Projekte interessant. "Unsere Projektgruppe hat gesagt: 'Wir wollen Mehrgenerationenprojekte machen'. Von daher sind die Möglichkeiten ideal", so Janet Januszewski. "Das Projekt 'In der Heimat wohnen' entwickelt sich stets weiter und durch die engagierten Ehrenamtlichen hier in Teuschnitz kommen immer wieder neue Ideen auf." Demnächst soll das "Gute-Laune-Frühstück" mit Kindern und Senioren starten. DLRG-Stützpunktleiter Franz Tautz ist ein weiterer Projektpartner. "Ich sehe das sehr positiv und freue mich, dass sich wieder etwas bewegt", so Tautz. "Wir haben schon einige Termine bekommen, an denen wir mit den Kleinen ins Wasser gehen und ihnen dieses Element näher bringen."

Katholische Kindertagesstätten verstünden sich als Teil eines sozialen Netzwerks. "Dies gewinnt angesichts der gesellschaftlichen Entwicklungen weiter an Bedeutung", sagt Ulla Förtsch. Die Angebote im Familienstützpunkt seien niederschwellig und ressourcenorientiert - das heißt, Stärken und Fähigkeiten der Familien würden berücksichtigt.

Was das Projekt betritt, ist man in Teuschnitz zuversichtlich. "Kindertagesstätten in katholischer Trägerschaft sind Lebensräume für Kinder. Ihr Auftrag besteht in der Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern. Diese Erziehungsleistung erbringen sie, indem sie partnerschaftlich mit den Eltern zusammenwirken", erläutert Ulla Förtsch, die den Kindergarten St. Anna auf einem guten Weg sieht.

Das Konzept "Familienstützpunkt"

"Katholische Kindertagesstätten als Familienstützpunkte" - so nennt sich ein Projekt des Caritasverbands für die Erzdiözese Bamberg. Bisherige Erfahrungen zeigten, dass in Kindertagesstätten viele Problemlagen von Eltern und Kindern frühzeitig erkannt würden, heißt es dazu auf der Homepage der Caritas: "Die Mitarbeiterinnen sind vertraute Ansprechpartner und können einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung der Schwierigkeiten leisten."

Angesichts der gesellschaftlichen Entwicklungen gewinne das an Bedeutung. Denn immer mehr Kinder seien arm, bezögen Sozialhilfe, seien krank oder von Scheidung betroffen. "Diverse weitere innerfamiliäre Probleme belasten die Entwicklung vieler Kinder", so die Caritas. "Häufig sind Eltern mi tihren Erziehungsaufgaben überfordert und benötigen kompetente, wohnortnahe Unterstützungsangebote.

Konkret sieht das Konzept des Familienstützpunkts unter anderem Folgendes vor:

Die Kindertagesstätte bietet den Eltern Kurse, Gesprächsgruppen und ähnliche Möglichkeiten an, ihre Erziehungskompetenz zu stärken.

Die Mitarbeiter erwerben Know-how über Beratungs- und Hilfsangebote für Familien im unmittelbaren Umfeld und stellen diese Informationen den Familien zur Verfügung.

Angehörige der Kinder bringen ihr Können und Wissen systematisch in die Arbeit der Kita ein.

Die Kindertagesstätte erprobt neue Formen der Kooperation mit Beratungsstellen und Familienbildungsstätten.

Sie eröffnet Kindern und Eltern den Zugang zu Vereinen, Betrieben sowie kulturellen und sozialen Einrichtungen in der Umgebung und baut den Kontakt zu Gruppen und Angeboten der Pfarrgemeinde aus.

Im Teuschnitzer Kindergarten ziehen alle an einem Strang, um Familienstützpunkt zu werden.

Bericht / Quelle: Peter Fiedler
Foto(s) / Grafik: Peter Fiedler
Datum: 26.03.2013